| Seppuku - eine ritualisierte Selbsttötung für Samurai |
| Merkwürdige Theorie von Seppuku |
| Die Auffassung von Seppuku ist ganz verschieden von dem Zeitalter. In@Sengoku-Zeit (1467-1573) brauchte Samurai nicht Seppuku zu machen, wenn auch der
Herrscher es ihm befahl. Wenn er sich mit dem Herrscher nicht zufriedengab,
konnte er einfach das Land verlassen und dem anderen Herrscher dienen.
Im Verlauf der Zeit wurde die japanische Samuraigesellschaft stabilisiert
und es wurde schwer, seinen Herrscher zu ändern, wenn er einmal
sein Land verließ. Unter diesen Hintergrund und Gesellschaft wurde
Seppuku zwangsmäßig und ein Mittel der Todesstrafe behandelt.
Dagegen bekam Seppuku einen anderen Aspekt als eine Ehre des Samurais. Man hielt Seppuku für ein Vorrecht des Samurais. Samurai mußte darauf stolz sein, wenn er zum Seppuku verurteilt wurde. In Edo-Zeit gab es einen Samurai, der zur Finanzbehörde gehörte und zu Seppuku verurteilt wurde, weil die heftige Inflation hervorgerufen wurde, indem er zu viele Währungen herausgab, obwohl diese Maßnahme von seinem Herrscher angewiesen wurde. Diese Tatsache bedeutete, dass nur das Ergebnis wichtiger als Prozess oder Ursach war. Es gab sogar viele Samurai, die auch zu Seppuku gezwungen wurden, weil sie nur die Kleinigkeiten wie die Schreibfehler im Dokument begaben. In der letzte Hälfte der Edo-Zeit, wobei die Samuraigesellschaft sehr kompliziert wurde, konnte man einfach zu Seppuku verurteilt werden, obwohl er sich ernsthaft seiner Aufgabe hingab. Ein Samurai jammerte "Ich weiß nicht, ob ich gelobt oder bestraft werde, bis der Herrscher meine Leistung beurteilt.g gKenka Ryoseibaih (Bei einem Streit sind beide Seiten zu bestrafen) war eins der Samurai-Prinzipien. Wer einem zum Streit herausforderte und wer einen Streit annahm, wurde zu Seppuku verurteilt, wenn man dabei das Schwert zog. Wer daraus entkam, um den Streit zu vermeiden, wurde auch zu Seppuku verurteilt, weil er durchs Entkommen das Gesicht von Samurai verlor. Eine merkwürdige Theorie von g Ich mache Seppuku, weil ich beleidigt worden binh war auch da. Man hatte damals eine Moralvorstellung, dass ein "Beleidigtzuwerden" schon untugend war. Man versuchte, seine Unschuld zu beweisen, indem er Seppuku begang. Die hinterlassenen Leute waren durch Seppuku überzeugend und nahmen seine Unschuld gerührt an. Es bestimmte auch einen richtigen Grund, Seppuku zu machen, als man seinen Herrn ärgerte. Egal, ob es für seine Ärger einen berechtigten Grund gab oder nicht. Samurai konnte nicht verweigern zu sterben, als sein Herr ihm einfach so befahl. Die Samuraigesellschaft war wohl so absurd. Unter dem solchen strengen Gebot war ein Herrscher bekannt von seiner Barmherzigkeit. Er hielt ein durch den Mausmist verschmutztes Essen aus der Sicht seiner Vasallen. Wenn er darauf hinweisen würde, oder wenn jemand es bemerken würde, würde der Vorfall veröffentlicht und müßte irgend einer die Verantwortung mit Seppuku übernehmen. Dieser Herrscher wollte durch solche Kleinigkeit seinen Vasallen nicht töten. |
| Lebendiger Tatort von Seppuku |
| In Edo-Zeit waren viele Samurais, die durch ihre Misserfolge offiziell zu Onto(*) aber in Wirklichkeit zu Seppuku verurteilt wurden. Warum mussten
sie sterben? (*Onto=Verbannung auf eine abgelegene Insel) Durch diese Behandlung konnten seine Verwandten aus der Verantwortung entlassen werden und seine Familie konnte weiter überleben. ( In Edo-Zeit wurde ein solidarisches Verantwortungssystem durchgeführt) Dies war eine Art von Justizgeschäft unter Wasser. In Wirklichkeit überzeugten oder zwangen die Verwanten des Betroffenen, ihm Seppuku zu machen, obwohl er eigentlich nicht es tun wollte. Eventuell töteten sie ihn gemeinsam und vortäuschten, dass er Seppuku begang, um seine Familie zu schützen. Da die Behörde auch die Umstände gut wußte, untersuchte sie die Angelegenheit nicht ausführlich. Obwohl Seppuku eine Ehre für Samurai war, hatte jeder selbstverständlich die starke Todesfurcht. Man legte einen ästhetischen Wert auf Jumonjigiri (von links nach rechts und von oben nach unten aufschlitzen) bei Seppuku, aber, in der Tat, gab es ganz wenige Samurai, die Jumonjigiri begehen konnten. Sogar für den gut trainierenden Samurai war es sehr schwer, Geistige Kraft zum Jumonjigiri zu behalten. Im Gegenteil wurden viele Samurai enthauptet, ohne den Bauch aufzuschlitzen. Zum Beispiel schnitt der Kaishakunin (Sekundant) bald ab, kaum dass der Seppukunin (Suizidant)@nach dem Seppukutou (Schwert für Seppuku) greifen wollte. Sensubara war eine Art von Seppuku ohne das Schwert. Anstatt des Schwertes benutzte man einen Sensu (Fächer) und Kaishakunin schnitt den Kopf ab, als Seppukunin den Sensu gegen den Bauch drückte. Wenn der Seppukunin vor Angst sehr geschüttelt wurde, bot ihm der Kaishaku-nin Sake an oder ließ von ihm ein Testament schreiben. |
| Eine verantwortungsbewußte Kultur |
| Seppuku war das einzige Mittel, mit dem eine Einzelperson
die Verbreitung der solidarischen Verantwortung stoppen konnte. Die Samuraigesellschaft
in Edo-Zeit bestand aus dem solidarischen Verantwortungsystem. Die Vorgesetzten
oder die Eltern mußten den Misserfolg von ihrem Untergeordneten zur
Verantwortung ziehen. Bei einem schlimmeren Misserfolg breitete sich die
Verantwortung noch weiter aus. Im schlimmsten Fall könnte der ganze
Clan beseitigt werden. Aber wenn der Betroffene Seppuku macht, untersucht
die Behörde den Misserfolg nicht so streng. Infolgedessen konnte Seppuku
eines Samurais vor der Gefahr der ganzen Verwandtschaft schützen.
heutzutage sieht Seppuku sehr barbarisch und grausam aus. Aber in der Samuraigesellschaft war Seppuku mindestens innerhalb des Bereichs von Menschenverstand und man hielt es sogar für eine Ehre. Die Samuraigesellschaft, in der man mit aller Kraft arbeitete, während sein Leben aufs Spiel setzte, mußte andere Wert und Bedeutung haben. Top Page |